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Ein Video über die Spalteneruption am Eyjafjallajökull auf Island

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 Über das Video Eyjafjallajökull-Fimmvörduhals Eruption
Island liegt im Nordatlantik und ist überwiegend vulkanischen Ursprungs. Für den Vulkanismus in dieser Region sind 2 besondere Umstände verantwortlich: Island bildete sich auf der kontinentalen Nahtstelle zwischen Nordamerika und Europa. Die Insel ist somit Teil des Mittelatlantischen Rückens. Entlang dieser Plattengrenze steigt Magma aus dem Erdinneren nach oben und drückt somit die Kontinente auseinander. Zudem befindet sich unter Island ein sogenannter "hot spot". Der "heiße Fleck" wird durch eine ortstabile Magmablase gebildet, die vom Erdmantel aufsteigt und den Ozeanboden nach oben wölbt. Magma steigt entlang von Rissen auf und bildet die zahlreichen Vulkane. Statistisch gesehen kommt es alle 5 Jahre zu einen Vulkanausbruch auf Isalnd.
Am 20. März 2010 öffnete sich am Fimmförduhàls - Pass zwischen den Gletschern Eyjafjallajökull und Myrdalsjökull eine neue Eruptionsspalte. Sie liegt mitten auf einem beliebten Wanderweg zwischen dem Wasserfall von Skogar und dem Tal von Thorsmörk. Anfänglich hatte die Eruptionsspalte eine Länge von mehr als 500 m, doch ausfließende Lava verfüllte einen Teil der Spalte wieder. Als ich am 25. März am neuen Vulkan eintraf, war die Spalte noch auf einer Länge von gut 300 m aktiv. Fünf Förderschlote spieen Lavafontänen bis zu 100 m hoch. Ein Lavastrom floss nach ca. 900 m in die Schlucht von Hvannargil. Dort suchte er seinen Weg talwärts in Richtung Thorsmörk.
Am 28. März bildete sich ein weiterer Aa-Lavastrom der über die Kante der Schlucht Hruná in die Tiefe stürzte und einen spektakulären Lavafall bildete. Die Lava interagierte mit dem Schmelzwasser der Schneedecke und an der Lavafront stiegen Wasserdampfwolken mehrere Hundert Meter hoch auf. Gelegentlich kam es zu kleinen Litoralexplosionen.
Am 7. April wurden die beiden neu entstandenen Schlackenkegel von Mitarbeitern des "Institute of Earth Sciences" der Universität Island vermessen. Der größere Kegel hat eine Höhe von 82 m (Gipfelhöhe nun bei 1067 m über NHN), der kleinere Kegel im Norden ist 47 m hoch. Die Aa-Lavaströme haben eine durchschnittliche Mächtigkeit von 11 m. Sie bedecken 1,3 Quadratkilometer Fläche und es wurden ca. 24 Millionen Kubikmeter Lava gefördert.
Am 12. April ging die Seismik unter dem Eyjafjallajökull stark zurück und einen Tag später versiegte der Lava-Nachschub. Die Eruption an der Fimmvörduháls-Spalte endete.
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