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Ein Video über einen Vulkanausbruch am Südost-Krater des Ätnas

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 Über das Video Ätna im November 2006.
Der Ätna ist Europas mächtigster Vulkan. Mit einer Höhe von 3340 Metern beherrscht er Sizilien und eine Wanderung auf dem aktiven Feuerberg gleicht einer alpinen Gebirgstour.
Im November 2006 war er besonders aktiv. Zusammen mit Chris Weber von Vulkanexpeditionen International, zeltete ich eine Woche auf dem Gipfelplateau. Unser Zeltlager errichteten wir wenige hundert Meter von einem Hornito entfernt, aus dem ein Lavastrom quoll. So waren wir mitten im Geschehen, als sich die Aktivität steigerte und wurden Zeugen der Öffnung einer neuen Fraktur am SE-Kraterkegel, wobei Lavaströme, Schuttlawinen und kleine pyroklastische Ströme entstanden. Pyroklastische Ströme sind für den Ätna untypisch, kommen aber gelegentlich bei vergleichbaren Ereignissen vor. Zuletzt konnte ich so ein Ereignis im Oktober 2000 beobachten, als sich ein Block aus der Kraterwand der Bocca Nuova löste und fragmentierte.
Die Riss-Öffnung im November 2006 begann mit einem Paroxysmus aus dem Krater des SE-Kegels. Gegen 6.00 Uhr morgens begannen Dampf und Asche aus dem bis dahin ruhigen Krater aufzusteigen. Kurz darauf fanden erste stromboliansiche Eruptionen statt, die sich zu einer kontinuierlichen Lavafontäne steigerten, die ca. 150 m hoch aufstieg. Plötzlich setzte Steinschlag ein und große Felsbrocken kullerten über die Flanke des Kegels. Es bildete sich eine Delle mit ersten Rissen, aus denen zuerst Dampf entwich, der bald Staub mit ausblies. Es bildeten sich kleine Schuttlawinen und Ascheströme. Wenig später quoll ein Lavastrom aus der Flanke des Kegels und immer größere Teile sanken ein. Es entstand eine Depression und immer stärkere Lawinen, die Gesteinsschutt bis zum Fuß des SE-Krater Kegels transportierten. Der Lavastrom floss Richtung Valle del Bove. Gut 2 Stunden nach Beginn der Fraktur-Öffnung kam es zum ersten von 3 pyroklastischen Strömen. Chris und ich hatten uns wenige Minuten zuvor zum Torre de Filosofo zurückgezogen und waren somit in Sicherheit.
Der eigentliche Riss im Berg maß am Ende des Tages 200 x 600 Meter und hatte bis zu 40 m steil abfallende Kannten. Außerdem war auf 2800 m Höhe ein Hornito sehr aktiv. Diese schornsteinähnlichen Gebilde entstehen über dem Entgasungsloch eines unterirdischen Lavastromes, oder direkt über einen kleinen Förderschlot.
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