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Ein Video über dem Dom des Vulkans Santiaguito

Ein Video über den Vulkan Santiaguito

Hinzugefügt von Marc Szeglat March 26, 2017

Der Domvulkan Santiaguito ist eigentlich ein Nebenvulkan des Santa Maria im Westen von Guatemala. Der Santa Maria erhebt sich nahe der Stadt Quetzaltenango 1400 Meter über das Hochland von Guatemala und erreicht somit eine Gipfelhöhe von 3777 Metern. Im Jahr 1902 riss die Flanke des Santa Maria auf und eine plinianische Eruption förderte 19 Tage lang Schlacke und Asche. Ein Teil der Flanke scherte ab und raste als gewaltige Schuttlawine zu Tal. Die Eruptionswolke erreichte eine Höhe von 27 Kilometern. Diesem Vulkanausbruch fielen ca. 5000 Menschen zu Opfer.
Am Fuß der abgescherten Flanke bildete sich zunächst ein Seitenkrater, in dem seit 1922 ein Dom wächst. Dieser Dom vergrößerte sich bis heute zu einem eigenständigen Vulkankegel, dem Santiaguito. Mittlerweile sind vier Dom-Generationen zu unterscheiden.
Im Januar 2009 bereiste Marc Szeglat den Santiaguito in Begleitung von Martin Rietze. 3 Nächte lang campierten sie am Gipfel des Santa Maria und dokumentierten die Ascheeruptionen am Dom.
Trotz der Nähe zum Äquator wurde es nachts auf dem Gipfel empfindlich kalt. Die Temperaturen fielen deutlich unter dem Gefrierpunkt und es bildete sich Eis am Zelt. Besonders Martin fand wenig schlaf, da er als Fotograf besonders viel Wert auf langzeitbelichtete Nachtaufnahmen legte.
Die Pausenintervalle zwischen den Eruptionen betrugen teilweise mehr als 2 Stunden. Den Anfang einer der Ascheeruptionen auf Foto und Video zu dokumentieren war die eigentliche Herausforderung des Unterfangens. Die Ausbrüche begannen ohne eindeutige Vorwarnung und so mussten die Fotografen die ganze Zeit konzentriert ausharren und den Finger am Auslöser halten. Das große Problem war die Stromversorgung der Videokamera, die Kapazität der 3 Akkus reichte für ca. 9 Stunden Betriebszeit. Um den Anfang einer Eruption nicht zu verpassen, musste kontinuierlich aufgenommen werden.