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Ein Video über die Flankeneruption 2001 am Ätna

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 Über das Video Ätna Juli 2001.
Das Video zeigt die große Flanken-Eruption des Ätnas im Juli 2001.
Der Berg platze auf, wie eine überreife Tomate, als sich ein Riss-System zwischen 2700 m und 2100 m Höhe öffnete. Ein Lavastrom floss auf die Ortschaft Nicolosi zu und verschüttete einige Gebäude an der Bergflanke. Die Seilbahnstation stand kurz vor der Vernichtung durch Lavaströme, die sich in mehreren Schüben bergab wälzten. Doch die ansonsten so fatalistischen Sizilianer nahmen den Kampf gegen die Lava auf, gruben Kanäle und schütteten Dämme auf, um die Lava auf einen großen Parkplatz neben der Seilbahnstation umzuleiten, was tatsächlich gelang!
Auf 2400 m Höhe, in der Nähe der oberen Seilbahnstation bildete sich ein neuer Kegel. Die explosiven Ausbrüche dort fanden unter Mitwirkung von Wasser statt. Diese sogenannten magmatophreatischen Eruptionen sind für den Ätna eher untypisch. Zugleich wurde eine Lava-Art gefördert, die darauf hindeutet, dass sich der Charakter des ehr gutmütigen Ätnas ändert. So ist damit zu rechnen, dass seine Ausbrüche künftig gewaltätiger und gefährlicher werden, allerdings muss man hierbei geologische Zeiträume zum Maßstab nehmen.

Die Dreharbeiten gestalteten sich schwierig. Der Berg wurde vom Zivilschutz komplett abgeriegelt und der Zugang war stark limitiert. Als Videojounalist bekam ich eine Pressegenehmigung mit der unser kleines Team zumindest die Strassensperre bei Nicolosi passieren durfte. Doch am Rifugio Sapienza war offiziell auch für Pressevertreter Schluss. Einzig die Kameraleute von Rai Uno wurden mit dem Jeep bis zum Eruptionszentrum gefahren. So blieb uns nichts anderes übrig als in einer waghalsigen Nacht und Nebel Aktion die Sperren zu umgehen. Zum Glück kannten uns die Bergführer gut, da wir in den letzten Jahren mindestens 3 Mal pro Jahr am Berg unterwegs waren und so ließen sie uns gewähren, als wir über die steilen Schüttdämme kletterten, die die Lavaströme umleiten sollten. Da auch nachts gearbeitet wurde, war dieses Unterfangen gefährlicher, als die Gefahren, die vom Vulkanausbruch ausgingen. Beinahe erwischte uns auf dem Damm eine volle Baggerschaufel Schutt, als sie von der anderen Seite des Dammes über dessen Krone geschüttet wurde. Doch nach gut 2 Stunden Kletterei erreichten wir das Eruptionszentrum an der Montagnola. Der Anblick der Lavafontänen und Lavaströme war atemberaubend. Der Lärm der Explosionen ohrenbetäubend. Die Druckwellen ließen selbst schwere Stahlfensterblenden der alten Seilbahnstation klappern und waren als Lufthauch spürbar, der uns für den Bruchteil eines Wimpernschlages erfasste. Es entstand eine neuer Kraterkegel, der bei unserem ersten Besuch ca. 50 m hoch war. Mehrere Förderschlote schleuderten Lavafontänen bis zu 150 m hoch. Einzelne glühende Lavaflatschen erreichten eine Größe von mehreren Metern. Ein Lavastrom quoll aus einer Bresche im Kraterrand, ein zweiter näherte sich aus der Spalte unterhalb des Torre de Filosofo. Er bewegte sich recht schnell und drohte uns den Rückweg abzuschneiden. Er floss auf die Masten des Sesselliftes zu verschüttete diese genauso wie die Reste der Jeep-Piste. So mussten wir uns einen neuen Weg für den Abstieg suchen.
Abends erreicht besagter Lavastrom das Rifugio Sapienza. Den Sizilianern gelang es tatsächlich die gewaltige Schmelzmasse auf den großen Parkplatz umzuleiten. So wurden die wichtigsten Gebäude der unteren Seilbahnstation gerettet.
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